Lernpartnerschaft - Zusammenarbeit lohnt sich

27. Dez '17 Lesezeit 4 Min.

Gemeinsames Lernen ist aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Sei es in der Schule, auf der beruflichen Arbeit oder in der Freizeit, überall wird kooperativ gelernt oder gearbeitet. Das gemeinschaftliche Lernen zeigt sich auch immer mehr im Zentrum der Lehrpläne aller Schularten. Aber warum ist die Zusammenarbeit im Team oft besser als alleine zu lernen? In den nächsten Zeilen erfährst du mehr über diese Lernform, wobei wir mehr auf Lernpartnerschaften eingehen.

Das Bild zeigt schemenhaft verschiedene Personen. Im Hintergrund sind typische Symbole des Internets zu sehen.

Lernpartnerschaft – Was ist das?

Unter Lernpartnerschaft versteht man einen Zusammenschluss von zwei Personen bzw. Teams, die das Ziel haben, mit- und voneinander zu lernen. Kurz gesagt werden diese meist von zwei Personen gebildet, um Vorteile beim Lernen zu haben. Hierbei setzt man sich das Ziel, dass eine zweite Person auf den eigenen Lernprozess achtet und Fehler bzw. Verbesserungsvorschläge für das eigene Lernen äußert.

Ziele – Was bringt das überhaupt?

Wie oben schon erwähnt, werden Lernpartnerschaften gebildet, um das eigene Lernen zu verbessern, indem eine weitere Person darüber wacht. Jedoch kann das eigene Lernen auch durch die Modellbildung durch den Partner modifiziert werden. Hierbei lernt Partner 1 vom Partner 2, indem Partner 1 beispielsweise Lernstrategien von Partner 2 abschaut und kopiert. Dies kann natürlich auch von Partner 2 ausgehen. Auch muss das Lernen in Gemeinschaften eingeübt werden, da dies für den späteren Beruf eine wichtige Rolle spielt und man immer mit Menschen in Kontakt steht.

Ist das nicht aufwändig?

Vielleicht denkst du, dass das Arbeiten in einer Lernpartnerschaft sehr aufwändig ist, oder? Die Bedenken können wir dir gleich nehmen! Die Teammitglieder können, aber müssen nicht am gleichen Ort und nebeneinander lernen. Dafür ist das Internet eine willkommene Alternative und bietet über soziale Netzwerke zahlreiche Möglichkeiten.

Wie organisiert man eine Lernpartnerschaft?

  1. Suche nach einem geeigneten Lernpartner.
    Zuerst beschreibst du kurz, was du inhaltlich von einem Lernpartner lernen willst, welche Kenntnisse er besitzen muss und was du grundsätzlich von ihm erwartest. Hier ist es zum Beispiel unsinnig eine Partnerschaft einzugehen, wenn du bei Vokabeln in einer Sprache Unterstützung brauchst, die der Lernpartner nicht kennt. Am leichtesten ist es, wenn du dir einfach einen Klassenkammeraden aussuchst.
  2. Vereinbarung von Lernzielen.
    Nun hast du einen passenden Lernpartner gefunden. Somit könnt ihr jetzt eure Lernziele festlegen. Ein bereits gesetztes Ziel ist, dass ihr euer Lernverhalten verbessern wollt. Bei den weiteren Zielen muss allen klar sein, dass ihr beide einen Nutzen aus der Partnerschafft erkennt. Somit könnt ihr beispielsweise zusammen auf eine Ex oder Schulaufgabe lernen.
  3. Erstellen eines Lernplans
    Nun erstellt ihr anhand eurer Lernziele einen geeigneten Plan, was bis wann gelernt sein muss (=Lernpakete) und wann ihr euch immer treffen wollt (anwesend oder online möglich).
  4. Lern- und Reflexionsphase
    Die Lernpakete werden jetzt miteinander bearbeitet. Jeder beobachtet seinen Lernprozess und kann seine Eindrücke und Fortschritte notieren, um den Überblick zu behalten. Anschließend können diese Notizen miteinander besprochen und kritisch analysiert werden.
  5. Abschlussphase
    Wenn alle Beteiligten denken, dass die Lernziele ausreichend erreicht wurden, ist die Lernpartnerschaft beendet. In einem Abschlussgespräch, besprecht ihr kurz, was euch geholfen hat und was ihr verbessern konntet.

Natürlich kannst du die Phasen mit deinem Partner abkürzen, wenn ihr euch einig seid! Die Methode der Lernpartnerschaften kann auch als Lernstrategie angesehen werden. Probiere einfach aus, ob diese Methode für dich geeignet ist.

Nochmal in Kürze:

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