Eigenen Lernplan erstellen - Entspannt lernen

10. Jan '19 Lesezeit 5 Min.

Der Blutdruck steigt, das Herz fängt an zu rasen. Du hast einen Prüfungstermin von deiner Lehrerin oder deinem Lehrer erhalten und du weißt nicht, wie du die Menge an Stoff lernen sollst? Keine Panik! Die Lösung lautet: einen Lernplan erstellen und du schaffst die Prüfung mit links. Wir zeigen dir, wie du einen Prüfungsplan erstellst, warum er wichtig ist und wie du am besten damit lernst.

Titelbild eigenen Lernplan erstellen. Das Bild zeigt einen Stundenplan.

Mit einem Lernplan die Noten verbessern

Warum benötige ich eigentlich einen Lernplan für die Schule? Ein guter Lernplan hilft dir, frühzeitig mit dem Lernen anzufangen, hilft dir kein Chaos zu entwickeln, hilft dir das Wichtigste hervorzuheben und gibt dir eine grundsätzliche Sicherheit („Ich habe mich sehr gut damit beschäftigt. Die Prüfung klappt locker!“), damit du entspannter und ohne Stress lernen kannst.
Mit einem Lernplan schaffst du es nicht nur den Stoff in der vorgegebenen Zeit zu lernen, du vermeidest auch das sture Auswendiglernen mit dem anschließenden Vergessen nach der Prüfung. Besonders bei großen Stoffmengen – zu denen Abschlussprüfungen zählen – ist ein Prüfungsplan sinnvoll. Du wirst sehen, auch deine Noten werden besser.

Lernplan erstellen, aber wie?

Der Aufwand für das Lernen richtet sich nach der Menge des Lernstoffs, dem Schwierigkeitsgrad und natürlich nach deinen Lernzeitpunkten. Anhand folgendem Beispiel kannst du dir kinderleicht deinen eigenen Lernplan erstellen.

  1. Planung

    Gewinne zuerst einen Überblick über die Stoffmenge und -inhalt. Nur, wenn du den Inhalt kennst, kannst du deinen eigenen Lernplan erstellen. Somit bist du darüber informiert, wie umfangreiche welche Themen sind.
    Nimm all deine Unterlagen zur Hand, die für die anstehende Prüfung wichtig sind und ordne sie nach Themen. Schätze dich gut ein, inwieweit du welche Themen bereits beherrscht und welche mehr Zeit beim Lernen benötigen. Nun teile den Lernstoff in mehrere Portionen auf (nach Thema geordnet).
    Sei dir bewusst, was du realistisch schaffen kannst und plane dein Vorgehen. Suche dir hierfür deine passenden Strategien aus, mit denen du lernen möchtest.

  2. Lernplan schreiben

    Nehme dir nun einen Zettel zur Hand und notiere dir die thematischen Portionen. Markiere dir die Tage, an denen du welche Lerneinheit absolvieren möchtest. Schätze dich auch hier gut ein. Nimm dir nicht zu viel vor. Es gibt Tage, an denen du super lernen kannst, aber es gibt auch Tage, an denen du dich nicht fit fühlst und deine Konzentration auf anderen Dingen liegt. Plane auch hier einen Tag als „Puffer“ ein, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.
    Du kannst dir auch einen Tagesplan erstellen. Er ist besonders sinnvoll, wenn du mehrere Dinge an einem Tag zu erledigen hast und dir diese so super einteilen kannst. Somit vergisst du nichts Wichtiges oder verlierst nicht den Überblick.
    Lege dir den Plan nun sichtbar an eine Stelle deines Lernplatzes, damit du ihn immer vor Augen hast.

  3. Aktive Lernzeit

    Nun hast du deinen Plan erstellt und kannst daran arbeiten. Diese Tage sind zum Wiederholen, Vertiefen und Nacharbeiten der Lerninhalte gedacht. Konzentriere dich auf deine Schwachstellen, denn für die Inhalte, die du bereits kannst, verschwendest du zu viel Konzentrationszeit.
    Bedenke auch, dass sich dein Lernplan während dem Lernen verschieben kann. Manchmal brauchst du bei einem Thema etwas länger, während du bei einem anderen Thema eigentlich mehr Zeit eingeplant hast, die du aber gar nicht benötigst. Lass dich dadurch nicht aus dem Konzept bringen.

  4. Gesamtwiederholung

    Die Gesamtwiederholung dient als Generalprobe für die bevorstehende Prüfung. An diesem Tag wird nichts mehr Neues gelernt, sondern nur die Inhalte wiederholt. Dies kann durch eine Übungsarbeit oder eine erstellte Musterprüfung (z.B. von Eltern, Lehrern oder älteren Geschwistern) erfolgen. Auch kannst du dir eigene Fragen überlegen, um dein Wissen zu überprüfen.

  5. Tag der Prüfung

    Heute wird nichts mehr gelernt. Frühstücke gut und gehe rechtzeitig zur Schule. Natürlich bist du ein bisschen aufgeregt, aber mit deinem Lernplan hast du dich gut vorbereitet und wirst deine Probe / Prüfung erfolgreich meistern.
    Nach der Prüfung kannst du dir überlegen, ob du deinen Lernplan ein bisschen verbessern könntest. Du lernst mit der Zeit, wie du dich auf gewisse Themen vorzubereiten hast und wie viel Zeit du für welche Inhalte benötigst.

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