Karteikarten - Der einfache und clevere Weg zum Lernerfolg

6. Dez '17 Lesezeit 4 Min.

Lernst du Vokabeln durch Abdecken im Buch und hast sie aber schnell wieder vergessen? Wäre es nicht schön sich Vokabeln einer Fremdsprache oder Informationen eines Lernfaches mit geringem Aufwand anzueignen und dauerhaft zu merken? Klingt zu gut um wahr zu sein? Dann solltest du unbedingt die Lernmethode mit Karteikarten ausprobieren. Erfahre mehr über den Karteikasten, einen wissenschaftlich erprobten Weg, den Lernstoff leicht und mit mehr Spaß ins Langzeitgedächtnis zu übertragen.

Titelbild Karteikasten. Das Bild zeigt eine Wäscheleine mit Karteikarten, auf denen das BeGenie-Logo abgebildet ist.

Lernen mit Karteikarten - Übung macht den Meister

Systematisches Wiederholen ist der effektivste Weg für nachhaltiges Lernen. Das klassische System nach Sebastian Leitner besteht aus einer Karteibox mit 5 Fächern und Karteikarten. Dabei wird eine Frage über den Lernstoff auf die Vorderseite der Karteikarte, die Lösung auf die Rückseite geschrieben. Wird diese nun richtig beantwortet, wandert die Karte ein Fach weiter. Falsch beantwortete Karteikarten hingegen landen wieder in Fach 1. Somit rutschen die Karteikarten mit der Zeit immer weiter nach hinten, solange bis diese im 5. Fach angekommen sind. Dabei gilt: Je höher das Fach, desto länger sind auch die Zeitabstände der Abfragen. Karten, die schwierig zu lernen sind, werden automatisch öfter abgefragt als solche, die man sich gut merken kann. Der Wiederholungsrhythmus der Karteikarten richtet sich nach deiner Vergessenskurve, so dass der Lernstoff kurz vor Eintreten des Vergessens erneut ins Gedächtnis gerufen wird, bis es im Gehirn dauerhaft gespeichert ist und somit im Langzeitgedächtnis angekommen ist.

Das Bild zeigt schematisch die Funktionsweise eines Karteikasten mit Karteikarten.

Funktionsweise eines Karteikasten

Mehr als nur ein Vokabeltrainer

Karteikarten werden überwiegend als Vokabeltrainer, also rein zum Lernen von Vokabeln verwendet. Dabei eignen diese sich prinzipiell für alle Arten von Lernstoff, der sich in Form von Frage und Antwort darstellen lässt. Dieses Prinzip kennst du ja bereits aus der Schule bei Tests oder Abfragen. Konkret lassen sich Definitionen, Formeln oder auch Fakten aus einem Geschichts-, Biologie oder auch Geographieeintrag einfach darstellen. Du weißt nicht genau, wie das geht? Hier haben wir ein Praxisbeispiel für dich. Weiterer Vorteil, wenn du Karteikästen selbst erstellst: Bereits der erste Lernschritt beginnt beim Erstellen der Karteikarten, weil du dir hier schon Gedanken über mögliche Fragen und Antworten machst. Erster Schritt geschafft. #gutgemacht

Lernen mit Karteikarten als Einstieg zum selbständigen lernen

Du fragst dich nun, was das Lernen mit Karteikarten mit selbständigem / selbstreguliertem Lernen zu tun hat? Du entscheidest selbst, was du lernst, machst dir Gedanken über den Lernstoff und setzt dir Ziele. Dies gilt vor allem für Lernfächer, da der Lernstoff erst einmal zusammengefasst und das wichtigste auf die Karteikarten geschrieben werden muss. Außerdem überprüfst du dich selbst, wie gut du die Karteikarten gelernt hast. Falls du beispielsweise mittags deine Karteikarten wiederholt hast und du merkst, dass du diese noch nicht so gut kannst, wiederholst du diese einfach abends noch einmal. Somit stellst du sicher, dass du für den nächsten Schultag gut vorbereitet bist. Somit lernst du nicht nur den geforderten Lernstoff, sondern setzt dich auch aktiv mit deiner Lernstruktur auseinander. Um dein gesetztes Ziel zu erreichen, passt du gegebenenfalls deine Lernstrategie an. Der erste Schritt zu einer selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitsweise ist getan.

Noch einmal zusammengefasst

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