Lernpausen gestalten – so geht es richtig

2. Aug '18 Lesezeit 3 Min.

Jeder kennt das Problem. Eine Prüfung steht kurz bevor und du möchtest unbedingt eine gute Note schreiben. Deshalb sitzt du schon seit Stunden am Schreibtisch und versuchst, den ganzen Lernstoff ins Gedächtnis zu hämmern. Doch irgendwann bekommst du überhaupt nichts mehr auf die Reihe und bist frustriert. Kein Mensch kann ohne Pause durcharbeiten – oder hast du schon einmal jemanden kennengelernt, der tagelang durchgearbeitet hat? Auch kann kein Schüler oder keine Schülerin ohne Pause lernen. Woran das liegt und wie du Pausen am besten gestaltest, zeigen wir dir hier.

Titelbild Lernpausen gestalten: Das Bild zeigt eine Uhr mit Kaffeebohnen

Lernpausen gestalten – warum eigentlich?

Wir können einen guten Vergleich mit dem Sport ziehen: Schau dir mal die Radfahrer bei der Tour de France an. Würden sie die ganze Strecke am Stück durchziehen, werden sie auch ziemlich schnell erschöpft sein und die Strecke nicht schaffen. Durch die einzelnen Etappen werden Pausen geschaffen, die die Sportler dringend benötigen. Ohne zeitgemäße Erholung gibt es keine Entwicklung bei Sport. So ist es auch beim Lernen: Ohne passende Lernpausen gibt es keinen Lernerfolg! Deshalb lerne in Etappen und lege regelmäßig Pausen ein.

Wie setze ich Lernpausen richtig ein?

Beobachte deinen Körper, denn jeder Mensch braucht an unterschiedlichen Zeitpunkten eine Pause und bestimmt auch deren Länge selber. Fallen dir beim Vokabel-Lernen die Augen zu, oder schaust du beim Biologieeintrag-Lernen immer aus dem Fenster und lässt dich leicht ablenken? Dann ist es sicherlich Zeit für eine Lernpause!

Erholung
Unser Körper braucht Erholung, da er keine Maschine ist. Nach zu langem Lernen zeigt dein Körper Ermüdungserscheinungen und muss durch Bewegung wieder in Schwung kommen.

Konzentration
Kein Mensch kann sich unendlich lang konzentrieren. Ein 10- bis 16-jähriger Schüler kann sich maximal 30 Minuten auf eine Sache konzentrieren. Wer sich nicht an die Pausen hält, sorgt selbst dafür, dass Fehler vorprogrammiert sind.

Verarbeitung
Unser Gehirn ist kein Fließband und kann Informationen nicht am laufenden Band verarbeiten. Es braucht Zeit und Ruhe um neue Inhalte mit alten zu verknüpfen und diese zu verarbeiten.

Aufmerksamkeit
Die Aufmerksamkeit für einen Lerngegenstand ist am Anfang und am Ende der Lerneinheit am höchsten. Mache deswegen öfter Pause, dass umso mehr abgespeichert werden kann.

Lernpausen gestalten - so machst du es richtig

  • Viel trinken
  • Fenster öffnen (Das Gehirn benötigt frische Luft)
  • Bewegung (Ein paar Schritte laufen, kurze Sport- und Dehnübungen)
  • Sitzgymnastik (Wechsle oft deine Sitzposition)
  • Ort wechseln (Verlasse den Raum oder gehe kurz vor die Tür)
  • Augen entlasten (Schließe sie für einen kurzen Moment)

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