Warum selbstständiges Lernen der Schlüssel zum Erfolg ist

3. Dez '17 Lesezeit 3 Min.

Wir leben in einer Welt, in der Wissen eine gewisse Halbwertszeit besitzt d.h. einmal Gelerntes veraltet sehr schnell. Aufgrund der Digitalisierung verbreitet sich Wissen sehr schnell und ist überall verfügbar, was zu einer Notwendigkeit führt, selbstständig sein Wissen zu aktualisieren oder anzueignen. Somit ist lebenslanges Lernen von zentraler Bedeutung für die Zukunft. Doch kann man Selbständigkeit lernen? Verbessert sich dadruch auch die Schulnote? Hier erfährst du alles was du über selbstständiges Lernen wissen musst.

Titelbild: selbstständiges Lernen: Das Bild zeigt eine Tastatur mit einem altertümlichen Schlüssel auf der Enter-Taste.

Zunächst einmal: Selbstständiges Lernen – was ist das?

Selbstständiges Lernen, in der Fachsprache selbstreguliertes Lernen genannt, bedeutend einfach gesagt, dass der Lerner seinen Lernprozess selbst steuert. Ziel ist es, sich schrittweise selbstständiges und selbstverantwortliches Arbeiten anzueignen. Dabei werden Lernziele gesetzt und Lernaktivitäten durchgeführt, um die selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Wann, wo und wie das Ganze passiert entscheidet der Lerner selbst.

Das Beispiel des Thermostats eines Heizkörpers veranschaulicht sehr gut die grundlegende Funktionsweise des selbstständigen Lernens. Zuerst wird die bevorzugte Raumtemperatur bestimmt (selbstbestimmtes Ziel). Anschließend wird die vorherrschende Raumtemperatur gemessen (Selbstbeobachtung). Immer wenn der aktuell gemessene Wert nicht mit dem Zielwert übereinstimmt, erfolgt die Regulation der Temperatur auf das vorher bestimmte Ziel.

Übertragen auf die Schule wird ein konkretes Ziel gesetzt z.B. die Bearbeitung der Hausaufgaben (fremdbestimmt) oder eine bessere Note z. B. im Fach Englisch (selbstbestimmt). Anschließend erfolgt die Selbstbeobachtung. In unserem Beispiel muss festgestellt werden, wie weit die Hausaufgaben bereits bearbeitet wurden bzw. wie gut der Schüler die Vokabeln/Grammatik in Englisch bereits gelernt/verstanden hat.
Ist das Ziel noch nicht erreicht, kommen Lernstrategien zum Einsatz (Regulation). Im Falle der Hausaufgaben sind es beispielsweise Motivationsstrategien oder im Falle der Vokabeln Wiederholungsstrategien. Falls die gewählten Strategien zum Ziel führen, werden diese weiter ausgeführt, falls nicht, kann eine alternative Strategie gewählt oder das Ziel angepasst werden. In unserem Artikel über Lernstrategien erfährst du alles wissenswerte.

Selbstständiges Lernen gut und schön, aber bringt das wirklich was?

Wer kennt es nicht. Um Zeit zu sparen, einfach drauf los lernen und dann weitersehen? Diese Methode bringt lediglich auf kurzfristige Sicht etwas, aber um langfristig Erfolg zu haben ist das Prinzip des selbstständigen Lernens die richtige Methode. Zusätzlich zum Lernerfolg werden Kompetenzen vermittelt, die von zentraler Bedeutung sind und auf das lebenslange Lernen vorbereiten sollen. Selbstständiges Arbeiten und Organisation in Verbindung mit Problemlösefähigkeit und die Fähigkeit, sich Wissen selbständig und im erforderlichen Maße anzueignen sind Schlüsselqualifikationen.
Neben der Vermittlung von Fachwissen wie beispielsweise mathematische Grundbildung muss selbstständiges Lernen Hauptaufgabe der Bildung sein. Diese hilft somit den Schülern, sowohl ihre schulischen Leistungen zu verbessern, als auch wichtige Qualifikationen für die Zukunft zu vermitteln. Somit eine Win – Win Situation. Du weißt nicht genau, wie du das Konzept in der Praxis anwenden kannst? Hier ist ein Praxisbeispiel.

Was denkst du über selbstständiges Lernen? Findest du mehr Selbständigkeit bei Schülern gut oder schlecht. Hinterlasse uns einen Kommentar.

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