Das Lerntagebuch für Schüler: Sichere dir deine Traumnote

4. Nov '19 Lesezeit 4 Min.

Der Begriff des Tagebuchs kennt eigentlich jeder. Viele Kinder und Erwachsene benutzen beinahe täglich ein solches Buch. Sie tragen ihre Erlebnisse des Tages ein, denken über die vergangenen Ereignisse nach und schreiben sich auf, was gut oder problematisch gelaufen ist. Doch was genau ist nun ein Lerntagebuch? In unserem neuesten Artikel erfährst du, was ein Lerntagebuch für Schüler ist und warum du mit einem Lerntagebuch deine nächste 1 schreiben wirst.

Das Bild zeigt ein Lerntagebuch und einen Laptop.

Warum brauche ich eigentlich ein Lerntagebuch?

Wer kennt das nicht? Eine Prüfung steht an, du hast dich wirklich gut drauf vorbereitet: Du bist alle Hefteinträge / Mitschriften aus dem Unterricht durchgegangen und hast dir alle wichtigen Informationen eingeprägt. Du hast ein wirklich gutes Gefühl und bist dir sicher, dass du alles kannst. In der Prüfung dann die große Enttäuschung: „Hä, das haben wir doch gar nicht im Unterricht durchgenommen! Kein Plan, wie ich die Aufgabe lösen soll.“ Trotz Lernen ist das Ergebnis eher schlecht, aber was ist nun schief gelaufen?
Eigentlich ganz einfach zu erklären. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Auswendiglernen und tatsächlichem Verstehen. Klar lernen muss sein und ist sozusagen eine Vorstufe zum Verstehen. Damit sich der oben beschriebene Fall nicht mehr wiederholt, hilft dir ein Lerntagebuch, damit du dein frisch gelerntes Wissen auch tatsächlich anwenden kannst.

Lerntagebuch - was ist das?

Wie sieht ein Lerntagebuch aus? Einfach gesagt: Es wird im Grunde wie ein normales Tagebuch verwendet – nur eben zum Thema „Lernen“. Ein Lerntagebuch ist eine Hilfe, um einen Durchblick in dein Lernen zu bekommen, da dein Lernen genauer durchleuchtet wird. Durch das Führen von Lerntagebüchern werden alle Lerninhalte dokumentiert und mit Gedanken gefüllt. Dies hilft dir, mehr über dein Lernen zu erfahren und dein Lernverhalten so zu verändern, um deine persönliche Lernweise zu finden.

Wie erstelle ich ein Lerntagebuch für Schüler?

Auch wenn es sich komisch anhört – ein Lerntagebuch ist eine Möglichkeit, um mit dir selbst zu kommunizieren. Du denkst noch einmal über das eben Gelernte nach, wiederholst es aktiv und kannst es dir leichter einprägen. Zusätzliche Notizen zum Lernprozess können dir helfen, das Gelernte mit persönlichen Erfahrungen, Gefühlen, Ideen etc. zu verbinden und intensiver im Gedächtnis zu behalten.
Folgende Fragen helfen dir beim Erstellen eines Lerntagebuchs:

  • Mit welchen persönlichen Erfahrungen kann ich den Lerninhalt verbinden?
  • Was kann ich für das nächste Lernen besser machen?
  • Hat mir mein Lernen Freude bereitet?
  • Welche Aspekte des Gelernten fand ich interessant und für mich nützlich?
  • Welche Aspekte des Gelernten fand ich uninteressant und für mich unnütz?
  • Habe ich noch weitere Fragen, die ich selbst herausfinde?

Wie arbeite ich mit einem Lerntagebuch?

Das Lerntagebuch gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Jeder kann die Arbeit mit dem Lerntagebuch selbst bestimmen. Es gibt dafür keinerlei festgelegte Vorgaben, die unbedingt eingehalten werden müssen. Grobe Anhaltspunkte können dir helfen, um eine übersichtliche Struktur zu erhalten. Dokumentiere beispielsweise das Datum, den Tag, das Fach, deine Arbeits- oder Lernmethode, kurze Notizen zu deinem Arbeitsverhalten.

Hinweise zu Gestaltung eines Lerntagebuchs für Schüler

Notiere die Inhalte, die du heute gelernt hast. Schreibe zusätzlich die verwendete Lernstrategie auf, um zu sehen, ob diese erfolgversprechend ist. Fasse nun die Aspekte zusammen, die dir noch nicht hundertprozentig schlüssig sind. Überlege, wie du dafür eine Lösung finden kannst (z. B. Lehrer bzw. Mitschüler fragen, Internetrecherche) und schreibe alle Ideen auf. Denke zum Schluss über deine Gedanken und Gefühle beim Lernen des Inhalts nach.

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